01
Ursprung des Projekts
Er durchstreifte die Straßen Mailands und entdeckte ein unsichtbares Universum zu unseren Füßen:
eine in einer Pfütze aufgelöste Zeitungsseite, eine von einem Roller plattgedrückte Plastiktüte, ein rostiger Kanaldeckel, ein mit Treibstoff getränkter Stoffrest. Materialien, verwandelt durch Zeit, Zufall und Ereignisse — ihrer ursprünglichen Identität beraubt und neu geboren als irrationale Botschaften, kreative Bilder in ständiger Verwandlung.
Diese Sammlung mit dem Titel „Das Auge des Geistes“ war das wichtigste und persönlichste Projekt seines Lebens.
02
Visuelle Forschung
Abseits früherer Siebdruckarbeiten und der Produktion, die ihm internationale Anerkennung gebracht hatte, markierte sie eine intimere, symbolischere und introspektivere Wendung. Fast zwanzig Jahre widmete er ihr, verfeinerte sie bis in die letzten Lebensjahre und wünschte sich zutiefst, dass andere Augen diese authentischen, geheimnisvollen und „für immer unfertigen“ Bilder wahrnehmen mögen.
Für Amleto Dalla Costa war „Das Auge des Geistes“ eine offene Einladung an die Vorstellungskraft — ein Ort, an dem das innere Auge Bilder durch eigene Geschichte, Erinnerung, Emotion und persönliche Sensibilität liest.
03
Fotografischer Prozess
Der Künstler beobachtete sie, fand sie und bewahrte sie im Gedächtnis seiner Kamera, um sie später auf Leinwand in ihrer originalen, unwiederholbaren Form zu drucken — frei von jeder digitalen Manipulation.
Von Anfang an fotografierte er mit einer Canon EOS 5D Mark II und einem 35-mm-f/1,4-Objektiv, später mit Sony RX1R und Sony RX100 III — Werkzeuge, die er überallhin mitnahm wie ein Notizbuch, einen Reisebegleiter, einen stillen „Kollegen“ des Sehens.
04
Ausgewählte Werke
Archivdatensatz in Prüfung. Einige Angaben sind noch nicht veröffentlicht.
05
Zugehöriges Archivmaterial
Ein wachsendes digitales Archiv, nach Dokumenttyp geordnet und mit Werken, Serien und Ausstellungen verknüpft.
06